JESUS ÜBER LIEBE, MANIPULATION UND EGOISMUS

 

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Jesus: Sobald wir verstanden haben, dass das Leben auf Erden zuallererst als eine Schule zur Selbsterkennung dient, können wir alles, was um uns herum geschieht, als eine Projektion des eigenen Inneren sehen.

Wir sind somit fähig, die Ereignisse besser einzuschätzen und zu relativieren. Dies, weil wir sie sehen im Rahmen unseres Lernprogramms, wobei wir die Negativität in der Außenwelt nicht als eine Bedrohung erfahren, nicht als etwas verstehen, das es eigentlich nicht geben soll und deshalb kein Recht hat zu existieren, sondern wir verstehen, dass es um eine Herausforderung geht.

 

Was ich hiermit sagen möchte, ist, dass alles, was im Außen geschieht, ein Spiegel ist, der uns zeigt, wie wir reagieren auf die Ereignisse um uns herum. Also geht es für uns weniger darum, was geschieht. Die Herausforderung liegt darin, zu beobachten, wie wir damit umgehen, wie wir darauf reagieren. Auf diese Weise bekommen wir Einsicht in unsere Emotionen und in die vorprogrammierten Reaktionen, die uns aufgedrängt wurden durch Eltern, Schule, Religion, Kultur und so weiter, die in meinen Augen nur vorübergehende Modephänomene sind.

 

Während der vergangenen Zehntausenden von Jahren, seit unserem Abzug aus Lemurien, haben wir alles durch die Brille der Dualität betrachten können. Dies lieferte am laufenden Band und automatisch Urteile: Dies ist gut, jenes ist schlecht.

 

Jetzt, wo wir dabei sind, den dualistischen Kindergarten endgültig zu verlassen, können wir aufsteigen zum ersten Lehrgang der Hochschule der Wirklichkeit. Die heutige Übergangszeit erzeugt aber noch ziemlich viel Verwirrung. Aber habe keine Angst, Verwirrung ist auch eine wertvolle Erfahrung. Klarheit und Deutlichkeit warten schon, nur ein paar Schritte weiter.

 

Früher haben wir alles entweder als gut oder als böse abgestempelt. Jetzt haben wir angefangen uns zu öffnen für wahre Liebe, die nicht urteilt und nichts erwartet. Sie versteht das alles, was es gibt, spirituell gesehen, irgendeinem Ziel dient und deshalb Grund zur Existenz hat. Auf jeden Fall als Lernstoff.

 

So lernen wir Dinge zu akzeptieren, wie sie sind. Nur aus dieser Akzeptanz können wir realisierbare Verbesserungen bewirken. Selbstverständlich sollen wir uns einsetzen, um alles zu verbessern in unserem Leben. Wir sind ja auch Änderung, Evolution. Wir sind kreative Wesen mit Verantwortungsgefühl und einiger Einsicht in die Natur der Wirklichkeit. Selbst glaube ich eher in Evolution. Revolution bringt ja üblicherweise Elend mit sich. Obwohl auch Revolutionen als Lernstoff ihren eigenen Wert besitzen, wird dabei der bestehende Zustand verworfen und gar bekämpft. Doch wer kämpft, verliert, sagt Jesus.

 

Durch unsere meist schmerzhaften Erfahrungen lernen wir noch am meisten. Es zwingt uns, nachzudenken. Woher kommt mein Schmerz? Wer ist schuldig, der Andere oder ich selbst, weil ich mein Gegenüber nicht akzeptiere, wie er ist?

 

Die Kardinalfrage ist aber: Was beinhaltet es, jemand zu akzeptieren, wie er ist? Bedeutet es, dass ich mich selber total außer Acht lasse?Meiner Ansicht nach bedeutet diese Haltung wörtlich: Ich verneine mich selbst, nur die Bedürftigkeit des Anderen ist wichtig. Auf diese Weise ließen und lassen sich viele manipulieren.

 

Die Akzeptanz des Anderen bedeutet: Ich erkenne an, dass du das Recht hast, so zu sein, wie du bist und deshalb bist du total frei, dich so zu benehmen, wie du es möchtest.

 

Würde ich aber eine Beziehung leben, worin der Andere versucht, mich zu manipulieren, mich an ihn oder an sie zu binden, dann erlaube ich das nicht. Ohne mich zu ärgern, ohne gleich wegzurennen.

 

Ich würde beginnen, mich mit dem Anderen auseinanderzusetzen um zu erklären was für mich die Basis ist für eine liebevolle Beziehung: Wahrheit, Freiheit und bedingungslose Liebe. Ich bleibe bei dir, solange es mich freut. Ich bleibe gerne, weil wir immer näher zueinander kommen, zusammenwachsen, einander schätzen, respektieren, und bedingungslos lieben. Wenn das nicht mehr möglich ist, wäre es besser, die Wege scheiden sich.

 

In meiner über 30-jähriger Praxis als Therapeut und Heiler habe ich viele Menschen gesehen, die innerlich und äußerlich kaputt und gebrochen waren, weil sie sich selbst nicht in Betracht gezogen hatten. Einmal in Bezug auf ihre Eltern, dann ihren Lebenspartnern und schließlich ihren Kindern gegenüber. Sie hatten immer nur eine aufgezwungene Rolle gespielt und ihre eigenen Bedürfnisse außer Acht gelassen.

 

Nun, meiner Meinung nach sind solche untertänigen, depressiven Eltern nicht gerade ein Beispiel für die Kinder. Nur ein lebensfroher, liebevoller, kreativer Mensch ist imstande, den Kindern den wirklichen Wert des Lebens zu zeigen, oder?

 

Was Jesus mir über Liebesbeziehung durchgegeben hat, war keine Einladung zum selbstsüchtigen Benehmen. Es war vielmehr eine Einladung, bedingungslos zu lieben. Dies ist nur möglich, wenn du selbst in dir stark bist, was bedeutet, dass du einen offenen Kanal hast mit der Quelle einerseits und andererseits mit Mutter Erde. Durch eine gute Verbindung mit der Quelle, mit deinem Hohen Selbst und deiner Seele empfängst du ihre Impulse direkt aus deinem Herzen heraus, die zum Handeln einladen, was sowohl völlig in Harmonie ist mit deinem eigenen Göttlichen Plan als auch mit dem Plan des anderen Menschen. Durch deine Verbindung mit Mutter Erde bist du imstande, die empfangenen Impulse auch umzusetzen.

 

Auf diese Weise handelst du nicht mehr aus deinem Verstand heraus oder aus einem von Anderen übernommenen Programm, dessen Wahrheitsgehalt nicht überprüft wurde, sondern aus deinem eigenen, gereinigten Sein. So handelst du authentisch. Authentisch handeln respektiert und ehrt deine Göttlichkeit und die des Anderen. Stärker noch, ein authentischer Mensch sieht immer die Göttlichkeit in einem Anderen, auch wenn das Benehmen dieser Person zeigt, dass er oder sie keine Ahnung hat von seiner oder ihrer Göttlichkeit.

 

In meinem vorigen Beitrag hat Jesus auch die Frage vorgebracht, ob das Erlebnis von einem wunderschönen, tiefen, aber kurzen Moment, auch wahre Liebe sein kann. Selbstverständlich kann ein derartiges, kurzes Erlebnis bedingungslose Liebe sein. Dieses kann sich sogar auf einen einzelnen Blick beschränken.

 

Etwas derartiges habe ich voriges Jahr in der Altstadt von Jerusalem erlebt. Es kam eine wunderschöne palästinensische Frau vorbei und unsere Blicke kreuzten sich. In meinem Blick lag sicher Bewunderung und tiefster Respekt, was diese Frau auch als solches empfunden hat. In ihrem Blick lag eine tiefe Dankbarkeit. Wahrhaftige Liebe in einem Blick.

 

So etwas geschieht und dann lässt man wieder los und macht sich auf den Wege zum nächsten tiefen Augenblick. Durch dieses fast gleichzeitiges Akzeptieren, Erleben und Loslassen wird das Leben ein großes Abenteuer, ein großes Fest. Du bist du selbst und somit wird der Andere auch ermuntert, er selbst zu sein. Bedingungslose Liebe ist also nur möglich zwischen zwei Menschen, die während einer Begegnung total authentisch sind. Dieses authentische Sein wird auch gleich vom Anderen gespürt.

 

 

Egoist ist jemand, der die Freiheit eines Anderen nicht respektiert, der versucht, jemandem seinen Willen aufzuzwingen. Oder jemand der meint, immer Recht zu haben, oder ein Mensch, der Liebe verwechselt mit Besitz, Erwartungen und Manipulation.

 

Ein authentischer Mensch wird auch einem andern Menschen helfen, wenn er dafür einen Impuls aus seinem Herzen empfängt. Diese Hilfe dient dann auch dem Anderen wirklich und wirkt nicht gegen den Göttlichen Plan des Anderen und somit auch nicht gegen deinen eigenen Plan.

 

Wir können die Nöte der Menschen vergleichen mit Krankheit. Gewisse Menschen brauchen noch die Erfahrung der Krankheit für ihr spirituelles Wachstum und alle Ärzte und Heiler der Welt, auch zusammen, würden nicht in der Lage sein, diesen Patienten zu heilen. Denn es ist an Gott, zu entscheiden, wann der Lernprozess abgerundet ist.

 

Zusammenfassend sage ich: In der heutigen Phase unseres Transformationsprozesses geht es um Selbsterkenntnis, Transformation alter Schemen und Programmierungen. Auch um das Durchfühlen, Durchatmen und damit Loslassen alter Emotionen und Schmerzen. Auch sehr wichtig ist es, unsere Freiheit und die der Anderen zu akzeptieren, uns selbst zu werden und zu sein, authentisch sein und bedingungslos lieben, uns selbst, alle Anderen und alles, was ist.

 

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